Solidarty 3

Solidarity 3 / Solidarity 3

Das Themenprogramm Solidarität als Störung hat in den letzten drei Jahren eine Reihe von Transformationen durchlaufen, vom ursprünglichen, 2020 für das Kino konzipierten Projekt über die Verschiebung und Umgestaltung für die Online-Festivalausgabe 2021 bis zur Rückkehr in die Kinos 2022 mit einem „Epilog“ aus Filmvorführungen und Diskursveranstaltungen.

Kuratiert von Branka Bencic und Aleksandra Sekulic, wirft dieser Epilog nun erneut einen Blick auf die Möglichkeiten (politischer) Emanzipation, von Poesie, sozialer Fantasie, Befreiung, Übertragung, von Dekolonialisierungskämpfen, von Gesten und Lektionen des Lernens (und Vergessens) durch die Destabilisierung erstarrter herrschender Gesellschaftssysteme, Machtstrukturen, Kunst oder Institutionen. Mit Arbeiten von Vlado Kristl, Dušan Makavejev, Zoran Popovic, Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, Cecilia Vicuna, Katarina Zdjelar und anderen.

Das Programm bildet außerdem einen losen Abschluss und eine Hommage an das Kino und die Filme, die in den letzten 68 Jahren in Oberhausen ihre Heimat gefunden haben, und reflektiert Lektionen und Botschaften in einer über die (vergangenen?) zwei Pandemiejahre in den digitalen Raum verlagerten sozialen Form.

Die Kuratorinnen:

Branka Bencic ist Kuratorin und Kunsthistorikerin und Leiterin des Museum of Modern and Contemporary Art in Rijeka, Kroatien. Sie hat zahlreiche Ausstellungen und Filmprogramme in Kroatien sowie international kuratiert, ist Mitbegründerin und künstlerische Leiterin des Apoteka – Space for Contemporary Art und des Cinemaniac Think Film Förderprogramms des Pula Film Festivals. Sie kuratierte das Artists Cinema Filmprogramm am Museum of Contemporary Art Zagreb und den kroatischen Pavillon bei der 57. Biennale Venedig. Zuletzt war sie Ko-Kuratorin der Videoretrospektive „Make Up Make Down“ von Sanja Ivekovic am MMSU/MoMCA, Rijeka (2021-22).

Aleksandra Sekulic ist Literaturwissenschaftlerin und -philologin, Programmkuratorin am Center for Cultural Decontamination (CZKD) in Belgrad und Chefredakteurin des „Beton“-Magazins für Kultur und Politik. In den 2000er Jahren war sie Kuratorin und Produzentin am Belgrader Academic Film Center und Mitglied der Low-Fi Videobewegung, des Projekts Media Archaeology und des Kosmoplovci Kollektivs in Belgrad.

Zusammen und einzeln kuratieren sie Ausstellungen und Diskussionen und publizierten zum Erbe des experimentellen Films, früher Videoproduktionen und Filmclubs im ehemaligen Jugoslawien.

Quelle: www.kurzfilmtage.de

Mehr anzeigen
AB 18 JAHREN / 100 MINUTEN