Howl - Das Geheul
USA 2010, 90 Minuten
Regie: Rob Epstein/Jeffrey Friedman
FSK: ab ? (noch unbekannt)
Wie weit darf Kunst gehen, bevor sie zensiert werden muss?
Der junge, unbekannte Allen Ginsberg (James Franco aus "Milk" und "Spider-Man") trägt sein anklagendes Gedicht Howl 1955 zum ersten Mal öffentlich in San Francisco vor. Sein Gedicht wird abgedruckt, verkauft sich aber nur wenig. Doch ein Jahr später lässt Staatsanwalt Ralph McIntosh (David Strathairn) das Gedicht beschlagnahmen und verklagt Ginsbergs Verleger wegen Verbreitung von Obszönität. Der Prozess findet große Beachtung in den Medien, immerhin geht es um künstlerische Freiheit in den prüden 50ern. Der Prozess macht Ginsberg wie auch seine Freunde, zu denen Jack Kerouac zählt, bekannt. Howl -- ein früher Fall des Streisand-Effekts.
Die beiden Autoren-Regisseure Rob Epstein und Jeffrey Friedman haben viele Filmpreise, Teddys und Oscars, für ihre Dokumentationen wie "The Times of Harvey Milk" und "The Celluloid Closet" gewonnen. Mit HOWL - DAS GEHEUL haben die beiden nun ein sehr ungewöhnliches Projekt umgesetzt: eine Gedichtsverfilmung. Hauptdarsteller James Franco trägt das Gedicht Howl in Ginsbergs Duktus vor. Teilweise versinnbildlichen animierte Sequenzen die Bedeutung des Gedichts. Abgerundet und emotional verdichtet wird der Film durch die süffisante Gerichtsanhörung sowie durch intime Interviews mit Ginsberg zu seinem Leben und der Entstehung von Howl.
HOWL - DAS GEHEUL eröffnete das diesjährige Sundance-Filmfestival und lief im offiziellen Wettbewerb der Berlinale. Der kunstvolle und bewegende Film startet regulär am 06.01.2011 in den deutschen Kinos starten. homochrom zeigt bereits im Dezember Previews.
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