DIE KÖNIGIN VON NIENDORF

DE · 2017 · Laufzeit 67 Minuten · FSK ab 0 Jahren · Kinderfilm · Darsteller: Lisa Moell, Denny Sonnenschein, Salim Fazzani u.a.

Die großen Sommerferien stehen bevor. Darauf sollte sich die zehnjährige Lea eigentlich freuen. Doch ihre Freundinnen sind komisch geworden. Caro will nicht mehr mit ihr ins Zeltlager fahren - und überhaupt scheinen alle Mädchen nur noch Jungen im Kopf zu haben.

Quelle: www.kinderfilmwelt.de

Altersempfehlung www.kinderfilmwelt.de: Optimal ab 8 Jahren

Da verbringt Lea die Zeit doch lieber mit dem etwas schrulligen, alten Musiker Mark auf seinem verwilderten Bauernhof. Es gibt jedoch ein paar sehr spezielle Jungen, die auch Lea interessant findet. Das sind Nico und seine Bande. Die Clique hat nicht nur ein Baumhaus. Sie ist auch gerade dabei, ein Floß zu bauen. Zu gerne würde Lea zu ihnen gehören. Der Haken ist nur: Sie sind eine Jungenbande. Lea wittert ihre Chance, als die Jungen herausfinden wollen, was ein seltsamer Feuerwehrmann jeden Abend in seinem Keller treibt. Weil Lea kleiner ist als alle anderen, könnte sie durch das Kellerfenster klettern und das Geheimnis lüften. Das wäre genau richtig, um die „Kartoffelbande“ von ihrem Mut zu überzeugen.

Leas Sommerabenteuer spielt auf dem Land in Brandenburg. Joya Thome hat ihren Film so gedreht als sei die Zeit dort stehen geblieben. Smartphones und Internet spielen kaum eine Rolle. Viel verlockender ist es, mit Freunden auf dem Fahrrad durch Wälder und Wiesen zu rauschen. Es ist der erste Film von der Regisseurin und Autorin. Drehen konnte sie in ihrem eigenen Elternhaus. Viel Aufwand brauchte sie nicht, um die geheimnisvollen Momente eines Traumsommers einzufangen und von den Abenteuern einer Bande zu erzählen, der du sicher gerne angehören möchtest. Joya Thome ist auf Anhieb ein kleiner Film mit großer Wirkung gelungen. Nur an einem Teil der Geschichte hätte sie noch ein wenig feilen können: Warum es die Bürgermeisterin ausgerechnet auf den Hof abgesehen hat, der Marks Zuhause ist, das versteht man nicht so recht, wirkt sie doch gar nicht so gemein. Braucht es einen Bösen, damit Spannung aufkommt? Eigentlich nicht, denn Lisa Moell bringt als Hauptdarstellerin fesselnd genug zum Vorschein, wie sich Lea in der Jungenbande behauptet und wie sich ihre Stimmungen und Wünsche wandeln.

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