Die wahren Indies Der fantastische Mr. Fox

Filmstart:03.06.2010
FSK: 6
Länge: 87 min
Genre:Komödie, Fantasie
Produktionsland: USA
Regie: Wes Anderson
dt. Sprecher:
Andrea Sawatzki, Christian Berkel, Joachim Tennstedt u.a.


Kamera: Tristan Oliver
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Beschreibung: Foxy, schlauer Fuchs mit etwas zu engem Maßanzug, unerschütterlichem Ego und der Marotte, zu pfeifen und mit den Fingern zu schnippen wie Hawkeye Pierce aus "M.A.S.H., ist ein Hallodri, unter dessen Sperenzchen die geplagte Ehefrau Mrs. Fox und vor allem Sprössling Ash zu leiden haben. Erst recht, als er anfängt, sich mit den Großbauern Bean, Boggis und Bunce an zu legen. Im Verlauf des Stellungskriegs muss die Familie Bewährungsproben, Härten und den Verlust des Schweifs von Foxy verkraften.

Dass Wes Anderson, Regisseur so unverkennbarer Filme wie "Die Royal Tenenbaums", "Die Tiefseetaucher" und zuletzt "Darjeeling Limited", in dem legendären britischen Kinderbuchschriftsteller Roald Dahl eine verwandte Künstlerseele sieht, liegt nahe. Auch wenn sich dessen Hang zum Makabren nicht in Andersons standhaft analogen Filmskizzen wiederfindet, eint sie doch ihre Hingabe zum Ziselierten, zum verschroben Gedrechselten, zum Doppelbödigen. Vor allem aber entdeckte er wohl in dem 1970 erschienenen Buch "Fantastic Mr. Fox" eine weitere Version seiner in neurotischen Bilderalben festgehaltenen Balladen über verkorkste Familien mit ihren verantwortungslosen Vätern und unter den Patriarchen leidenden Söhnen. Die offenkundige Klassenkritik der Vorlage über einen verschlagenen Fuchs, der sich mit den drei reichsten Bauern des Landstrichs anlegt, jedenfalls musste weichen, damit Anderson aus der Adaption einen Film aus einem Guss machen konnte, der wirklich von ihm ist - und in dieser Form wohl auch nur von ihm sein könnte.