OPEN AIR KINOFEBRIK - DAS PROGRAMM 2014

K14 & LICHTBURG FILMPALAST zeigen fünf Highlight-Filme aus fünf Jahrzehnten!

Wir zeigten fünf Highlight-Filme mit K14 auf der großer Leinwand im Open Air Sommerkino im gemütlichen Innenhof an der Lothringer Straße 64.

OPEN AIR- KINOFABRIK zeigt am Sa. 19.07.2014: EASY RIDER

USA 1969 / 94 Minuten
Regie: Dennis Hopper
Darsteller: Jack Nicholson, Dennis Hopper, Peter Fonda u.a.
FSK: 16 Jahren

Unterwegs mit einer Ladung Drogen, die sie von Los Angeles nach New Orleans überführen wollen, durchqueren Billy und Wyatt mit ihren Motorrädern den Südwesten der USA. Auf ihrer Reise begegnen sie Hippiekommunen, aussteigewilligen Provinzbürgern, religiösen Sektierern und schießfreudigen Rednecks, die für Langhaarige auf Choppern immer eine Zelle frei haben. Auch am Ziel ihrer Reise erwartet das Duo kein Paradies, sondern ein Horrortrip in jeder Beziehung.

Mit keinem anderen Film ist der Begriff New Hollywood so verflochten wie mit diesem sensationell erfolgreichen Zeitgeist-Streich des unabhängigen Jungfilmer-Duos Peter Fonda (Produktion, Buch, Hauptrolle) und Dennis Hopper (Regie, Buch, Hauptrolle). Ihre Reise durch das von Rassenunruhen und Verunsicherung gezeichnete Amerika des Jahres 1968 vermittelt mit ihrem fatalistischen Ende zwar schon eine gehörige Portion Resignation, inspirierte zugleich aber unzählige bis dato unentschlossene Zuschauer auf der ganzen Welt zu Protest und alternativem Lebensstil. Ein Kultfilm, der bis heute nichts von seiner Kraft verloren hat.

OPEN AIR- KINOFABRIK zeigt am Sa. 02.08.2014: EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST

USA 1975
Regie: Milos Forman
Darsteller: Jack Nicholson, Louise Fletcher, William Redfield u.a.

Um einer längeren Gefängnisstrafe zu entgehen, spielt der Kleingauner Patrick McMurphy vor Gericht den Verrückten und lässt sich in eine Psychiatrische Klinik einweisen. Dort gerät der notorische Renegant schnell mit der rigiden Pflegeordnung und ihrer engagierten Verfechterin, der Oberschwester Ratched aneinander, findet aber unter seinen Mitpatienten auch neue Freunde wie den vorgeblich stummen Indianer Bromden. Als McMurphy mit seinen Versuchen zur Lockerung der Atmosphäre die Geduld des Personals überstrapaziert, stellt man ihn gewaltsam ruhig.

Mit dieser anrührenden Tragikomödie aus dem Horrorreich der Psychiatrie gelang dem Exil-Tschechen Milos Forman ("Amadeus") der große Durchbruch bei Publikum wie Kritik. Für die Produktion zeichnet Michael Douglas verantwortlich, der auch für die ideale Besetzung der Hauptrolle durch seinen Kumpel Jack Nicholson sorgte. Formans Drama geriet zum weltweiten Kassenhit, steht auf Platz 13 der erfolgreichsten US-Filme der 70er Jahre und erhielt fünf Oscars (bester Film, Regie, beide Hauptdarsteller, Drehbuch)

OPEN AIR- KINOFABRIK zeigt am Sa. 16.08.2014:DER NAME DER ROSE

Deutschland 1986 / 131 Minuten
Regie: Jean-Jacques Annaud
Darsteller: Sir Sean Connery, F. Murray Abraham, Feodor Chaliapin jr.u.a.
FSK: 16 Jahren

November 1327: Der Franziskanermönch William von Baskerville (Sean Connery) begibt sich mit seinem Novizen Adson (Christian Slater) in eine abgelegene Benediktinerabtei. Dort wird er mit einer Reihe von mysteriösen Morden und anderen schwer erklärbaren Vorfällen konfrontiert. Die Inquisition vermutet Teuflisches, William dagegen einen fanatischen Mörder. Viel Zeit bleibt allerdings nicht, um das Rätsel zu lösen.

Jean-Jacques Annaud verfilmte Umberto Ecos Bestseller als fesselndes Mörderraten. Dank seiner düsteren Stimmung, eines dichten Spannungsbogens und seiner großartigen Darsteller wurde "Der Name der Rose" zum phänomenalen Erfolg an den Kinokassen.
Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Jean-Jacques Annaud machten aus Umberto Ecos Dauer-Bestseller eine faszinierende Sherlock-Holmes-Geschichte mit Sean Connery und F. Murray Abraham inmitten grotesker Fellini-Komparserie.

Selten hat eine Romanverfilmung so viel Medienrummel ausgelöst: Der phänomenale Kinoknüller machte den jungen Christian Slater über Nacht zum Star.

OPEN AIR- KINOFABRIK zeigt am Sa. 30.08.2014: SLEEPY HOLLOW

GB 1999 / 105 Minuten
Regie: Tim Burton
Darsteller: Johnny Depp, Miranda Richardson, Christina Ricci u.a.
FSK: 16 Jahre

Constable Ichabod Crane wird in die verschlafene Gemeinde Sleepy Hollow geschickt, um dort eine grauenvolle Mordserie aufzuklären. Zunächst will er nicht glauben, dass es sich beim Schuldigen um einen kopflosen Reiter handeln soll, wie ihm alle Einwohner versichern. Doch als er mit eigenen Augen Zeuge der Bluttat wird, wird das Wertesystem des rationalen Kopfmenschen Crane auf den Kopf gestellt.

Schauerlich-schönes, tricktechnisch exzellentes Horror-Märchen von Tim Burton, dem Meister subtiler Gruselstories ("Edward mit den Scherenhänden"), nach einer Erzählung von Washington Irving inszeniert. Für die perfekte Symbiose von Bildern, Musik und Spiel sorgen die "gotischen Gemälde" von Kameramann Emmanuel Lubezki, die sphärischen Klangbilder von Komponist Danny Elfman sowie der überzeugende Auftritt Johnny Depps als steif-schüchterner Cop. Bis in die Nebenrollen exquisit besetztes Grusel-Meisterstück.

OPEN AIR- KINOFABRIK zeigt am Sa. 20.09.2014:GOOD BYE LENIN

Deutschland 2003 / 121 Minuten
Regie: Wolfgang Becker
Darsteller: Katrin Sass, Daniel Brühl, Chulpan Khamatowa u.a
FSK: 6 Jahre

Kurz vor dem Fall der Mauer fällt Mutter Kerner, ihres Zeichens stolze DDR-Bürgerin und Sozialistin von altem Schrot und Korn, ins Koma. Als sie acht Monate später die Augen wieder aufschlägt, empfehlen die Ärzte, jeden Schock für die Dame zu vermeiden. Für Sohnemann Alex und den Rest der Familie bedeutet das, im nunmehr gründlich veränderten Einheitsdeutschland alle Register potemkinscher Improvisation zu ziehen...

Keine Atempause... Geschichte wird gemacht. Und dieser Film lässt nun endlich zusammenwachsen, was zusammengehört. "Good Bye, Lenin!" lieferte Anfang des neuen Jahrtausends den ultimativen Beitrag zum Thema Mauerfall. Der Regisseur Wolfgang Becker ist ein Perfektionist, überlässt nichts dem Zufall.

Bei ihm stimmen die Figuren, die Dialoge, die Ausstattung, die Kostüme und Requisiten - unerlässlich bei einem Film, der auf ebenso eigenwillige wie unwiderstehliche Art eine ganz andere Variante der gesamtdeutschen Historie erzählt. Schließlich geht es um eine verdiente DDR-Bürgerin (famos: Katrin Saß)!

Der gute, alte Osten: Diese Komödie ist zum einen rasend komisch, zum anderen auch mitreißend menschlich. Ein waschechter Becker eben, den man auf keinen Fall verpassen durfte.