Vom 11. bis 18. Dezember 2013  finden zum neunten Mal AUFGEDREHT JugendKinoTage Oberhausen statt.

Wie in jedem Jahr haben wir auch dieses Mal sehr unterschiedliche Filme, speziell für unser jugendliches Publikum zusammengestellt. Jeder der Filme nimmt uns auf seine ganz eigene Art in eine jugendliche Lebenswelt mit und fordert uns gleichzeitig auf zum Mitfiebern, Mitlachen und Nachdenken. Da alle Filme jahresaktuell sind gibt es auch dieses Mal garantiert wieder viel Neues auf der Kinoleinwand zu entdecken. Zu jedem Film bieten wir spannende Gespräche mit Gästen oder mit unseren Moderatoren Anja Schmidt und Nina Heise von der AGENTUR Sehsternchen.

 

SONNWENDE

ERÖFFNUNG am 11.12. um 18:30 Uhr mit Regisseurin JUDITH ANGERBAUER!
Deutschland 2013 / 84 Min.
Regie: Judith Angerbauer, Bernhard Landen
Darsteller/innen: Piet Fuchs, Roxane Duran, Lisa Reuter u.a.
FSK: ab 12 J.

Anja lebt mit ihren Eltern in einer Kleinstadt irgendwo in Deutschland. Sie steht kurz vor dem Abi, doch am Wochenende wird meistens gefeiert. Als Anja eines Morgens von einer Party nach Hause läuft, wird sie auf der Landstraße von einem Auto angefahren. Anscheinend ist nicht viel passiert. Nachdem sich der erste Schock gelegt hat, sind alle erleichtert, dass der Unfall so glimpflich verlaufen ist. Zunächst.
Doch dann fällt den Freunden und Eltern immer deutlicher auf, dass Anja nicht mehr die- selbe ist. Am wenigsten aber kann Anja selbst leugnen, dass mit ihr etwas nicht stimmt: Sie schläft schlecht, leidet unter Panikattacken und Wahnvorstellungen. Ihr ist, als ob sie seit jener Partynacht von düsteren Schatten verfolgt wird. So sehr Anja auch versucht, sich zusammenzureißen – sie hat undefinierbare Schmerzen und ihr Körper erscheint ihr fremd. Es verunsichert sie zutiefst, dass ihr Gedächtnis sie im Stich lässt und sie sich nicht erinnern kann, was in jener Nacht tatsächlich alles geschah.


DRAUßEN IST SOMMER

Deutschland 2012 / 93 Min.
Regie: Friederike Jehn
Darsteller/innen: Maria-Victoria Dragus, Nicolette Krebitz, Wolfram Koch, Audrey Käthe von Scheele, Nalu Walder u.a.
FSK: ab 12 J.
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Die 14-jährige Wanda zieht mit ihren Eltern und ihren beiden Geschwistern von Stuttgart in die Schweiz. Der Sommer steht vor der Tür, die Affäre des Vaters soll mit einem Neuanfang in der wohlhabenden Vorortgegend vergessen gemacht werden. Zunächst scheint dies zu gelingen. Die Familie lebt sich in dem großen Einfamilienhaus ein, Wanda kommt auf eine neue Schule und muss sich in der eingespielten Mädchenclique ihrer Klasse behaupten. Während sich ihre Eltern abwechselnd streiten und lieben, erlebt das mal schüchterne, mal forsche Mädchen ihre eigenen ersten sexuellen Annäherungsversuche. Als Wandas jüngerer Bruder aufhört zu sprechen und der Verdacht auf eine neue Affäre des Vaters im Raum steht, wird der Familienzusammenhalt auf die Probe gestellt.


FOR NO EYES ONLY

AM MONTAG DEN 16.12. mit Regisseur TALI BARDE!
Deutschland 2013 / 97 Min.
Regie: Tali Barde
Darsteller/innen: Benedict Sieverding, Luisa Gross, Tali Barde, Evi Amon u.a.
FSK: ab 12 J.

Wegen eines Hockeyunfalls ist Computer-Nerd Sam mit einem Gipsbein an seinen Schreibtischstuhl gefesselt. Gerade als seine Langeweile droht ihn fast umzubringen, stößt er im Internet auf eine Hack-Software, die es ihm ermöglicht auf fremde Webcams zuzugreifen. Schnell wird der sozial eher zurückgezogene Teenager zum heimlichen Voyeur und erfährt alles über die intimsten Geheimnisse und Fassaden seiner Mitschüler.
So zum Beispiel auch, dass der geheimnisvolle Neue in der Schule, Aaron, anscheinend ein Problem mit seinen Eltern hat.
Als dieser plötzlich eines Abends ein Messer in seinem Zimmer versteckt und anschließend von den Eltern jegliche Spur fehlt, wird Sam misstrauisch. Gemeinsam mit Klassenkameradin und seinem heimlichen Schwarm Livia versucht er auf eigene Faust dem Ganzen auf den Grund zu gehen... doch schon bald geraten die beiden dabei in brenzlige Situationen...


 

ICH FÜHL MICH DISCO

Deutschland 2013 / 98 Min.
Regie: Axel Ranisch
Darsteller/innen: Frithjof Gawenda, Heiko Pinkowski, Christina Große u.a.
FSK: ab 12 J.

Turmspringtrainer Hanno Herbst hat kein Verständnis für seinen Sohn – denn Florian ist dick, ein Tagräumer, hört Schlager und kann mit Mädchen nicht viel anfangen. Am glücklichsten ist er, wenn Hanno nicht da ist und er mit Mama im Disco-Outfit durch die Wohnung tanzen kann. Aber als eines schrecklichen Morgens plötzlich niemand mehr da ist, der die beiden Männer voreinander schützt, müssen Hanno und Florian lernen, allein miteinander auszukommen. Mit der Hilfe von Schlageridol Christian Steiffen und Sexualtherapeut Rosa von Praunheim entwickelt sich zwischen Sprungbecken und Tanzboden ein neues Vater-Sohn-Verhältnis mit Disco-Gefühl.


PUPPE

Deutschland 2011 / 90 Min.
Regie: Sebastian Kutzli
Darsteller/innen: Corinna Harfouch, Anke Retzlaff, Sara Fazilat, Christoph Gaugler, Jella Haase u.a.
FSK: ab 12 J.
Altersempfehlung: ab 15 J.

Nach einer Zeit auf den Straßen Duisburgs mit ihrer Freundin Leila kommt die 16-jährige Anna in ein Erziehungsheim im schweizerischen Wallis. Unter Aufsicht der Sozialarbeiterin Geena soll sie sich hier regenerieren und Verantwortung und Sozialverhalten lernen. Regeln ist Anna nicht mehr gewohnt, so dass sich das Zusammenleben mit den anderen Mädchen und den Erzieherinnen zunächst schwierig gestaltet. Nach und nach ist Besserung in Sicht, doch ist da auch noch das Geheimnis um das Verschwinden ihrer Freundin, von der ihr nur eine Puppe geblieben ist.


SCHERBENPARK

Deutschland 2013 / 91 Min.
Regie: Bettina Blümner
Ulrich Noethen, Max Hegewald, Jasna Fritzi Bauer, Vladimir Burlakov u.a.
FSK: ab 12 J.

Sascha fackelt nicht lange. Kaum hat sie die Zeitung aufgeschlagen, stürmt die 17-Jährige schon in den gläsernen Verlagspalast und geigt dem zuständigen Ressortleiter die Meinung. Stein des Anstoßes ist ein wehleidiger Artikel über ihren Stiefvater, der Saschas Mutter vor den Augen der Kinder im Streit erschossen hat. Nun lässt ihn die Zeitung darüber jammern, wie schwer das Knastleben ist. Selbst Ressortleiter Volker Trebur weiß, dass die verharmlosenden Zeilen niemals hätten gedruckt werden dürfen. Zur Wiedergutmachung bietet er dem wütenden Mädchen an, sich an ihn zu wenden, wenn sie mal Probleme habe. Das dauert nicht lange. Sascha hält es zu Hause nicht mehr aus und übernachtet ein paar Tage bei Volker und seinem Sohn Felix: raus aus dem sozialen Brennpunkt der Hochhaussiedlung und rein in den ökologisch korrekten Luxus eines Passivhauses mit Swimmingpool.


TANTA AGUA - NICHTS ALS REGEN O.M.U.

Uruguay, Mexico, Niederlande, Deutschland / 107 Min.
Regie: Ana Guevara Pose, Leticia Jorge Romero
Darsteller/innen: Malú Chouza, Néstor Guzzini, Joaquín Castiglioni u.a.
FSK: o.A.

Pubertät ist, wenn die Eltern schwierig werden. Und wenn man dann noch seine Ferien auf engstem Raum mit dem kleinen Bruder und dem unbeholfenen Vater bei Dauerregen verbringen muss, sind die Probleme vorprogrammiert...

Lucía ist vierzehn, hat eine feste Zahnspange und redet nicht viel - zumindest nicht mit ihrem Vater, der sich nach der Scheidung von der Mutter zwar große Mühe gibt, aber irgendwie auch nicht die richtigen Worte findet. Der gemeinsame Urlaub zu dritt soll die kleine Familie eigentlich wieder näher zusammen bringen, doch das Ganze beginnt nicht gerade vielversprechend: Es regnet in Strömen, die Ferienwohnung ist zu klein und der Pool ist auch geschlossen. Wenn das größte Urlaubs-Highlight die Besichtigung eines Wasserkraftwerks ist, und der Vater mehr Glück in der Liebe hat als man selbst, kann es ja eigentlich nicht mehr schlimmer werden. Doch als Lucía in Schwierigkeiten gerät, zeigt sich, wer wirklich in der Familie zusammenhält.


WHAT MOVES YOU - JETZT KOMMT ALLES IN BEWEGUNG

Schweiz, Deutschland 2013 / 86 Min.
Regie: Christian Labhart
Dokumentation
FSK: o.A.

Intensive Dokumentation über die Bewegungskunst Eurythmie am Beispiel einer internationalen jungen Tanzgruppe, die auf einen gemeinsamen Auftritt hinarbeitet.

Die Kunst der Eurythmie wird heute abseits der großen Bühnen von einer kleinen Anhängerschaft tanzbegeisterter Menschen am Leben gehalten. Sie sehen in der wenig bekannten Tanz-Form eine Möglichkeit, ihre Gefühle in vielfältigen und freien Choreographien auszudrücken. Zum 100. Jahrestag des Bestehens der Eurythmie haben sich im Sommer 2012 Menschen aus allen Teilen der Welt im Berlin getroffen, um innerhalb von vier Wochen das ambitionierte Ziel zu erreichen, mit der Unterstützung erfahrener Choreographen, junger Künstler und ehrenamtlicher Helfer Ludwig Van Beethovens 5. Symphonie in einer modernen Tanz-Choreographie auf der Bühne umzusetzen. Das gesamte Projekt wurde von dem erfahrenen Dokumentarfilmer Christian Labhart und seinem Team begleitet und in der Dokumentation "What Moves You?" filmisch festgehalten.