Seit 2014 veranstaltet die VHS-Oberhausen, Gedenkhalle Oberhausen und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ein Filmfest gegen das Vergessen unterstützt von dem Ministerium für Kulturund Wissenschaft des Landes NRW sowie dem LICHTBURG FILMPALAST Oberhausen. Schirmherr und Hauptakteur ist Sally Perel! Er begleitet aktiv durch seine Lesungen und als Gast zu allen Veranstaltungen das Filmfest an den unterschiedlichen Orten!

Sally Perel wird am 21. April 1925 in Peine geboren. Als Kind osteuropäischer Juden erlebt er in Deutschland die Verfolgung von Regimegegnern und Juden. Seine Familie emigriert vor dem nationalsozialistischen Staatsterror nach Polen. Als die Wehrmacht 1939 Polen besetzt, flüchten Sally und sein zwölf Jahre älterer Bruder David weiter Richtung Osten, um sich bei den Sowjets in Sicherheit zu bringen.
Als die Deutschen im Juni 1941 die Sowjetunion überfallen, ist Sally Perel 16 Jahre alt. Dort wird er mit vielen anderen gefangen genommen und gibt sich als Volksdeutscher aus. Es bleibt unerkannt, dass er ein Jude ist. In diesem Moment beginnt das unfassbare Versteckspiel des jüdischen Jungen Sally, der als deutscher Hitlerjunge Josef oder Jupp Perjell den Nationalsozialismus überlebt. Über 40 Jahre lang hat Sally Perel über seine Geschichte bis Kriegsende geschwiegen. Dann aber hat er seine Geschichte aufgeschrieben und sie 1990 veröffentlicht. 1992 folgt die deutsche Ausgabe seiner Erinnerungen. 1990 wird seine Autobiografie unter dem Titel „Hitlerjunge Salomon“ verfilmt.
„Ich wollte leben, noch eine Stunde, einen Monat, vielleicht ein Jahr überleben, wollte einfach am Leben bleiben. Wenn sie entdeckt hätten, dass ich Jude war, würden sie mich gewiss wie Raubtiere in Stücke gerissen haben. Diese schreckliche Angst nistete sich bei mir ein, und ihre Folgen spüre ich noch heute. Hin und wieder beschäftigte mich die Frage, welcher Platz und welches Schicksal mir in einem künftigen, die ganze Welt beherrschenden Deutschland beschieden sein würde.“ Sally Perel

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