Das Programm vom 29.07.2010 bis 04.08.2010 als pdf zum Download und Drucken
Whatever Works
Filmstart:25.01.2010
FSK: 12
Länge: 92 min
Genre:Komödie
Produktionsland: USA
Regie: Woody Allen
Darsteller: Larry David, Evan Rachel Wood, Patricia Clarkson u.a.
Kamera: Harris Savides
Trailer: zum Trailer
Offizielle Webseite: zur Webseite
Beschreibung: Der exzentrische Quantenphysiker Boris Yellnikoff ist fertig mit dem Leben: Fast wäre er mit einem Nobelpreis ausgezeichnet worden. Fast wäre seine Ehe ideal gewesen. Fast wäre ihm sein Selbstmordversuch gelungen, nachdem er verlassen wurde. Nun verdient er sein Geld mit Schachstunden für Kinder und will nichts mehr von der Welt wissen. Bis er in einem schwachen Moment die Ausreißerin Melody bei sich aufnimmt, die sich in den deutlich älteren Mann verliebt und ihn zur Ehe überreden kann. Das beschert Boris eine unerwartet gute Zeit. Doch dann tauchen, einer nach dem anderen, Melodys getrennte Eltern aus den Südstaaten auf.
Vier Filme umfasste Woody Allens touristische Phase, die ihn Abstecher nach London und Barcelona unternehmen ließ, im Fall von "Match Point" und "Vicky Cristina Barcelona" kommerziell wie künstlerisch erfolgreich. Nun kehrt der 73-jährige Filmemacher in seine Heimatstadt New York zurück, triumphal. Es muss sich Einiges angestaut haben, denn gleich in den ersten Minuten entlädt sich in der 40. Regiearbeit Allens mittels eines ebenso bissigen wie zornigen Monologs seiner Hauptfigur eine Abrechnung mit Amerika, die sich gewaschen hat. Der Regisseur und Autor stellt seiner Heimat nach den Jahren der kreativen Abwesenheit ein pointiertes Armutszeugnis aus, entlarvt das Land im Jahr eins nach Bush als Hort der Oberflächlichkeit und Verklemmtheit. Eloquent und präzise wie lange nicht mehr fällt die längst überfällige Bestandsaufnahme aus. Dass sich aus diesem fulminanten Rundumschlag die purste Allen-Komödie seit Jahren entwickeln kann, geprägt von brillant treffsicherem Witz, aber auch ungewohnt warmherzig und großzügig, regelrecht positiv in ihrer Weltsicht, ist eines der vielen Wunder von Whatever Works, mit dem das achte Tribeca Film Festival am 22. April seine Pforten öffnet.
Vier Filme umfasste Woody Allens touristische Phase, die ihn Abstecher nach London und Barcelona unternehmen ließ, im Fall von "Match Point" und "Vicky Cristina Barcelona" kommerziell wie künstlerisch erfolgreich. Nun kehrt der 73-jährige Filmemacher in seine Heimatstadt New York zurück, triumphal. Es muss sich Einiges angestaut haben, denn gleich in den ersten Minuten entlädt sich in der 40. Regiearbeit Allens mittels eines ebenso bissigen wie zornigen Monologs seiner Hauptfigur eine Abrechnung mit Amerika, die sich gewaschen hat. Der Regisseur und Autor stellt seiner Heimat nach den Jahren der kreativen Abwesenheit ein pointiertes Armutszeugnis aus, entlarvt das Land im Jahr eins nach Bush als Hort der Oberflächlichkeit und Verklemmtheit. Eloquent und präzise wie lange nicht mehr fällt die längst überfällige Bestandsaufnahme aus. Dass sich aus diesem fulminanten Rundumschlag die purste Allen-Komödie seit Jahren entwickeln kann, geprägt von brillant treffsicherem Witz, aber auch ungewohnt warmherzig und großzügig, regelrecht positiv in ihrer Weltsicht, ist eines der vielen Wunder von Whatever Works, mit dem das achte Tribeca Film Festival am 22. April seine Pforten öffnet.




