Das Programm vom 29.07.2010 bis 04.08.2010 als pdf zum Download und Drucken
Die Anwälte - Eine deutsche Geschichte
Filmstart:11.02.2010
FSK: 12
Länge: 94 min
Genre:Dokumentarfilm
Produktionsland: Deutschland
Regie: Birgit Schulz
Darsteller: Otto Schily, Hans-Christian Ströbele, Horst Mahler u.a.
Kamera: Isabelle Casez, Axel Schneppat
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Offizielle Webseite: zur Webseite
Beschreibung: Otto Schily, Hans-Christian Ströbele und Horst Mahler gehören zu den Exponenten der Außerparlamentarischen Opposition (APO). Schily, ein brillanter Rhetoriker in Weste und Anzug, Wahlverteidiger von Gudrun Ensslin, Mitbegründer der Grünen, schlägt später als SPD-Innenminister die politische Volte zu Law & Order. Ströbele, Rechtsreferendar in Mahlers Kanzlei, Verteidiger von Andreas Baader, ist das linke Gewissen der Grünen und auch heute noch ein Unangepasster. Horst Mahler wandelte sich vom Ultralinken in einen rechten Holocaustleugner und Volksverhetzer.
Birgit Schulz versucht in langen Gesprächen herauszufinden, was diese Männer geprägt, verbunden und später getrennt hat. Entstanden sind aufschlussreiche Porträts von Menschen, die ihre Ideale versuchten weiterzuleben (Ströbele) oder wie Ballast abzuwerfen (Schily), die glaubten, ihre Träume realisieren zu können in einer Welt, die keine Träume zulässt. Dabei erlebt der Zuschauer hautnah deutsche Wirklichkeit über fast vier Dekaden hinweg und auch den Tod von Benno Ohnesorg, der die Republik veränderte. Ströbele bezeichnet den 2. Juni 1967 "als Schicksalstag und Schub für die Politisierung", Mahler und Schily, Nebenkläger im zweiten Prozess gegen den Todesschützen Kurass, verloren durch den Justizskandal damals ihr Vertrauen in das Rechtssystem. Die individuellen Rückblicke und Einschätzungen, die Beurteilung der Gegenwart setzen sich zu einem schillernden Mosaik zusammen. Spannender kann Geschichte nicht sein.
Birgit Schulz versucht in langen Gesprächen herauszufinden, was diese Männer geprägt, verbunden und später getrennt hat. Entstanden sind aufschlussreiche Porträts von Menschen, die ihre Ideale versuchten weiterzuleben (Ströbele) oder wie Ballast abzuwerfen (Schily), die glaubten, ihre Träume realisieren zu können in einer Welt, die keine Träume zulässt. Dabei erlebt der Zuschauer hautnah deutsche Wirklichkeit über fast vier Dekaden hinweg und auch den Tod von Benno Ohnesorg, der die Republik veränderte. Ströbele bezeichnet den 2. Juni 1967 "als Schicksalstag und Schub für die Politisierung", Mahler und Schily, Nebenkläger im zweiten Prozess gegen den Todesschützen Kurass, verloren durch den Justizskandal damals ihr Vertrauen in das Rechtssystem. Die individuellen Rückblicke und Einschätzungen, die Beurteilung der Gegenwart setzen sich zu einem schillernden Mosaik zusammen. Spannender kann Geschichte nicht sein.




